Änderungsmanagement mit Windchill

Jul

08

Änderungsmanagement mit Windchill

“… die meisten Entwürfe sind eine Variation oder Modifizierung eines/r bereits vorhandenen Produkts oder Maschine”

(Cross, N. (1989), Engineering Design Methods, Chichester: John Wiley & Sons).

Diese Aussage stammt aus dem Jahre 1989. Seitdem ist viel geschehen aber Änderungen zu verwalten spielt nach wie vor eine bedeutende Rolle. Vom griechischen Philosophen Heraklit stammt das Zitat „Die einzige Konstante in Leben ist die Veränderung“:

Als Teil des Product Lifecycle Management (PLM) ist Änderungsmanagement eine häufig vorkommende Tätigkeit, die viel Zeit aller Beteiligten beansprucht. Dementsprechend ist diese Tätigkeit mit hohen Kosten verbunden. Es lohnt sich also das Änderungsmanagement wegen seiner Häufigkeit und der großen Anzahl betroffener Teams und Personen so effizient wie möglich zu gestalteten.

Eine der Herausforderungen des Änderungsmanagements ist der Einfluss der Änderung eines Artikels (z.B. Part oder Dokument) auf weitere Objekte. Die Änderung einer Komponente wird höchstwahrscheinlich weitere Änderungen nach sich ziehen und die Komponenten zweiter und dritter Ordnung ebenfalls betreffen. Wenn wir ein vollständiges PLM System, wie zum Beispiel Windchill betrachten, werden die Auswirkungen der Änderung auf die Konstruktion nur einen kleinen Teil ausmachen, es sind die Auswirkungen der Änderung auf alle angrenzenden Bereiche/Teile/Organisationen, die schwierig zu verwalten sein werden.

Um das Änderungsmanagement effizient gestalten zu können benötigt man ein System, das diese Abhängigkeiten und deren Komplexität unterstützt. Es ist ziemlich naiv zu glauben, man könnte in einem Produktentwicklungsprozess Änderungen ohne System rationell verwalten. Es ist sicherlich möglich, aber unrealistisch aufgrund des heutigen Wesens der Produktentwicklung, welche Management, Kunden, Lieferanten, Partner, Fertigung, Operations, Support, Kundendienst u.v.m., involviert. Zuviel ist ständig in Bewegung und es gibt unzählige Verknüpfungen und Zusammenhänge, so dass eine effiziente Verwaltung ohne robuste Systemlösung als Grundlage nicht gewährleistet werden kann.

Folglich ist es klar, dass es in jedem Projekt, das mit Änderungsmanagement zu tun hat, die betroffenen Parteien viele Forderungen und Wünsche haben. Ein ganzheitlicher Ansatz bezüglich der Anforderungen ist wichtig und zielführend, vor allem wenn ein PLM System, wie z.B. Windchill zum ersten Mal implementiert wird. Für ein erfolgreiches Projekt braucht es Mitarbeiter, die in der Lage sind den Gesamtzusammenhang zu sehen wie auch Anwender mit rollenspezifischen Kompetenzen.

Änderungsmanagement bedeutet auch Datenmanagement

Wir wollen, dass unsere Änderungsobjekte Daten beinhalten, so dass die Definition der Änderung eindeutig ist und gleichzeitig Durchsuchbarkeit, Kategorisierung und Priorisierung unterstützt. Ein weiterer wichtiger Aspekt ist, dass die Daten die Erfassung von Leistungskennzahlen sowie Berichterstellung ermöglichen.

Es stellt sich jedoch die Frage, welche Daten wir aus dem System herausholen können und welche in andere Systeme wie ERP (Enterprise Resource Planning) überführt werden sollen.

Dies sind alles wichtige Fragen. Wir können uns Änderungsmanagement nicht als isolierte Insel vorstellen, wo alles in einem einzigen System geschieht. Projekte im Änderungsmanagement werden uns immer vor fallspezifische Herausforderungen stellen. Egal ob der Startpunkt ein Prozess auf dem Papier ist oder vielleicht eine selbstentwickelte Lösung, das Nutzungserlebnis wird sich deutlich davon unterscheiden, wenn zu einen System übergegangen wird.

In all diesen Fällen ist es wichtig alle Betroffenen zu beteiligen um die Akzeptanz der Nutzer und somit eine erfolgreiche Lösung zu erreichen. Damit stellt sich dann die Frage – Wie arbeiten Sie heute mit PLM?

Ist strukturiertes und effektives Änderungsmanagement ein Teil Ihres Alltags oder ist Ihr PLM-system nur ein Behälter für CAD? Egal, wie Ihre Antwort auf diese Frage lautet, Sie müssen bedenken, wie viel Zeit Ihre Ingenieure für Änderungsaufgaben zur Verfügung haben. Es ist nicht unüblich dass 30-50% aller Tätigkeiten etwas mit Änderungen zu tun haben. Mit dieser Erkenntnis benötigen Sie nur eine einfache Schätzung um festzustellen, welche Auswirkungen dies auf die Bereiche außerhalb der technischen Abteilungen hat.

Geht es Ihnen wie den meisten anderen Unternehmen mit denen wir dieses Thema diskutiert haben? Sind Sie überrascht davon, wie viel Zeit und Ressourcen dafür benötigt werden um sich genau mit dem zu beschäftigen, was die einzige Konstante im Leben ist – Veränderung?

Wenn dies das erste Mal ist dass Sie Ihre PLM Strategie überdenken müssen, melden Sie sich bei mir. Gerne werde ich Ihre Bedürfnisse und Anforderungen unverbindlich mit Ihnen durchgehen.


Dank fürs Lesen und alles Gute!

Karl Wennerholm, PLM and Änderungsmanagement Experte - PDSVISION